NORDLICHTER IN LAPPLAND
Die beste Zeit, Tipps zu Fotografie & Apps
Nordlichter sehen – ein unvergesslicher Bucketlist-Moment
Wenn du davon träumst, einmal die magischen Nordlichter mit eigenen Augen zu sehen, musst du gar nicht ans andere Ende der Welt reisen. Auch in Europa gibt es einige der besten Orte dafür – vorausgesetzt, du bewegst dich weit genug in den Norden. Besonders gute Chancen hast du in Finnland, Schweden, Norwegen und Island, also überall dort, wo du dich oberhalb des Polarkreises befindest.
Ich durfte selbst von der Arbeit aus im März 2024 nach Finnisch Lappland ins Northern Lights Village in Pyhä, ca. 90 Minuten nördlich von Rovaniemi, reisen und das erste Mal in meinem Leben Nordlichter sehen. Den Reisebericht sowie viele weitere Tipps findest du auf dieser Blog-Seite.
Auf dieser Seite findest du den ultimativen Guide zur Nordlichtjagd. Ich zeige dir, wo du die besten Chancen hast, Nordlichter zu sehen, wann die beste Reisezeit ist, welche Bedingungen ideal sind und wie du die Aurora Borealis fotografierst. Außerdem bekommst du Empfehlungen für hilfreiche Nordlicht-Apps, Tipps zur Polarlichtvorhersage und erfährst, worauf du vor Ort unbedingt achten solltest.


Wo kann man Nordlichter am besten in Europa sehen?
Wenn du in Europa die besten Chancen auf Nordlichter haben möchtest, solltest du deine Reise möglichst weit in den Norden planen. Finnland, Schweden, Norwegen und Island gehören zu den beliebtesten Reisezielen für die Polarlichtjagd. Besonders aussichtsreich sind Regionen oberhalb des Polarkreises, da dort die Aurora Borealis besonders häufig zu sehen ist.
Der Grund dafür ist der sogenannte Aurora-Gürtel – eine Zone rund um den magnetischen Nordpol, in der die Sonnenpartikel besonders häufig auf die Erdatmosphäre treffen und so die faszinierenden Polarlichter entstehen. Zu den bekanntesten Orten zählen beispielsweise Tromsø und die Lofoten in Norwegen, Abisko und Kiruna in Schweden, Rovaniemi, Saariselkä und Inari in Finnland sowie der Norden Islands rund um Akureyri und den Mývatn-See.
Unabhängig vom Reiseziel gilt: Je weiter nördlich du unterwegs bist, je dunkler deine Umgebung ist und je klarer der Himmel, desto größer sind deine Chancen auf ein unvergessliches Nordlicht-Erlebnis. Gerade abgelegene Landschaften, zugefrorene Seen oder Fjorde bieten oft die perfekte Kulisse, um die Aurora Borealis in ihrer ganzen Schönheit zu erleben
Die beste Reisezeit für Nordlichter
Viele denken automatisch, dass der tiefste Winter die beste Zeit für Nordlichter ist. Tatsächlich ist das aber nur die halbe Wahrheit. Zwar sind die Nächte im Winter besonders lang, doch statistisch gesehen treten Nordlichter im Herbst und im späten Winter bzw. Frühling sogar häufiger auf.
Zwischen September und April kann man gut Nordlichter sehen. Die besten Monate sind aber September und Oktober sowie Februar und März. In diesen Zeiträumen hast du eine ideale Kombination aus dunklen Nächten, stabilerem Wetter und hoher Aktivität. Besonders der März ist spannend: Die Tage werden langsam länger, perfekt für spannende Aktivitäten im Schnee wie eine Huskysafari oder Rentierschlittenfahrt. Zusätzlich ist das Wetter etwas beständiger und die Nächte sind immer noch dunkel genug – und oft sorgt eine dicke Schneedecke für eine traumhafte Winterkulisse.
Ein kleiner, oft unterschätzter Faktor ist übrigens der Mond. Bei abnehmendem Mond ist der Himmel dunkler, was deine Chancen zusätzlich verbessert. Am Ende bleibt jedoch ein entscheidender Punkt: Ohne ausreichende Solaraktivität gibt es keine Nordlichter – sie ist die absolute Grundvoraussetzung.
Die besten Bedingungen, um Nordlichter zu sehen
Nordlichter zu erleben, ist kein reiner Glücksfall. Zwar lässt sich die Aurora Borealis nie garantieren, aber mit den richtigen Bedingungen steigen deine Chancen deutlich. Aus eigener Erfahrung lohnt es sich, ein paar Dinge im Blick zu behalten – oft entscheiden schon kleine Unterschiede darüber, ob du nur einen grünen Schimmer oder ein spektakuläres Himmelsschauspiel erlebst.

Der wichtigste Faktor ist die Dunkelheit. Je weniger künstliches Licht deine Umgebung hat, desto intensiver sind die Nordlichter sichtbar. Deshalb solltest du Städte möglichst hinter dir lassen und einen Ort mitten in der Natur wählen.

Ebenso entscheidend ist das Wetter: Dichte Wolken versperren selbst bei hoher Nordlichtaktivität die Sicht. Ideal sind klare, kalte und trockene Nächte. Stabilere Bedingungen gibt es oft Ende September & Oktober sowie Ende Februar & März.

Auch die geografische Lage spielt eine wichtige Rolle. Besonders gute Chancen hast du im sogenannten Aurora-Gürtel, der sich rund um den Polarkreis erstreckt. Dort treten Nordlichter besonders häufig und oft auch besonders intensiv auf.

Achte außerdem auf eine freie Sicht zum Himmel. Offene Landschaften, zugefrorene Seen oder Fjorde sind ideal, da keine Bäume oder Berge den Blick versperren. Für stimmungsvolle Polarlichtfotos lohnt sich zudem ein spannender Vordergrund.
Die besten Bedingungen, um Nordlichter zu sehen
Nordlichter zu erleben, ist kein reiner Glücksfall. Zwar lässt sich die Aurora Borealis nie garantieren, aber mit den richtigen Bedingungen steigen deine Chancen deutlich. Aus eigener Erfahrung lohnt es sich, ein paar Dinge im Blick zu behalten – oft entscheiden schon kleine Unterschiede darüber, ob du nur einen grünen Schimmer oder ein spektakuläres Himmelsschauspiel erlebst.

Der wichtigste Faktor ist die Dunkelheit. Je weniger künstliches Licht deine Umgebung hat, desto intensiver sind die Nordlichter sichtbar. Deshalb solltest du Städte möglichst hinter dir lassen und einen Ort mitten in der Natur wählen.

Auch die geografische Lage spielt eine wichtige Rolle. Besonders gute Chancen hast du im sogenannten Aurora-Gürtel, der sich rund um den Polarkreis erstreckt. Dort treten Nordlichter besonders häufig und oft auch besonders intensiv auf.

Achte außerdem auf eine freie Sicht zum Himmel. Offene Landschaften, zugefrorene Seen oder Fjorde sind ideal, da keine Bäume oder Berge den Blick versperren. Für stimmungsvolle Polarlichtfotos lohnt sich zudem ein spannender Vordergrund.

Ebenso entscheidend ist das Wetter: Dichte Wolken versperren selbst bei hoher Nordlichtaktivität die Sicht. Ideal sind klare, kalte und trockene Nächte. Stabilere Bedingungen gibt es oft Ende September & Oktober sowie Ende Februar & März.
Nordlichter fotografieren – einfacher, als du denkst
Nordlichter zu fotografieren ist einfacher, als viele vermuten. Mit ein paar Grundeinstellungen und etwas Übung gelingen dir schnell beeindruckende Aufnahmen der Aurora Borealis. Besonders stimmungsvoll werden deine Bilder, wenn du nicht nur den Himmel, sondern auch einen spannenden Vordergrund wie verschneite Bäume, Berghütten, Berge oder einen gefrorenen See einbeziehst. An Gewässern entstehen zusätzlich wunderschöne Spiegelungen, die deine Fotos noch eindrucksvoller machen.
Wichtig zu wissen: Nordlichter wirken auf Fotos oft deutlich intensiver als mit bloßem Auge. Lass dich also nicht verunsichern, wenn du die Aurora zunächst nur als schwachen grünen Schimmer wahrnimmst – deine Kamera fängt die Farben meist viel kräftiger ein.

Kamera-Einstellungen für Nordlichter
- Modus: Manueller Modus (M)
- ISO: 800–3.200 (je nach Helligkeit)
- Blende: möglichst weit offen (z. B. f/2.8)
- Belichtungszeit: 5–30 Sekunden
- Fokus: Manuell auf unendlich
Nordlichter mit dem Handy fotografieren
Auch mit dem Smartphone kannst du heute erstaunlich gute Nordlicht-Fotos machen. Hier ein paar Tipps und hilfreiche Apps.
- Nutze den Nachtmodus oder den Pro-/Manuell-Modus.
- Passe ISO, Belichtungszeit und Fokus möglichst ähnlich wie bei einer Kamera an.
- Wenn dein Handy diese Funktionen nicht bietet, helfen alternativ Apps wie:
- ProCam (iPhone)
- Camera FV-5 (Android)

Meine Tipps für gelungene Nordlicht-Fotos
- Verwende ein Stativ, damit deine Langzeitbelichtungen nicht verwackeln.
- Fotografiere möglichst im RAW-Format, um später mehr Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung zu haben.
- Suche dir einen schönen Vordergrund wie Bäume, Berge, Hütten oder Fjorde – das verleiht deinen Bildern mehr Tiefe.
- Nutze Seen oder Fjorde für beeindruckende Spiegelungen der Nordlichter.
- Deaktiviere bei Langzeitbelichtungen die Bildstabilisierung, da sie sonst zu Unschärfen führen kann.
- Denk an die Kälte: Akkus verlieren bei Minusgraden schnell an Leistung. Ersatzakkus oder eine Powerbank gehören deshalb unbedingt ins Gepäck.
Ein Stativ ist dabei fast unverzichtbar, da schon kleine Bewegungen das Bild verwackeln können. Ebenso wichtig: Die Kälte! Akkus entladen sich bei Minusgraden deutlich schneller – eine Powerbank oder Ersatzakkus sind daher Gold wert.
Versuch dich auch vorher schon an den Einstellungen. Im besten Fall kommen auch schon tolle Milchstraßen-Bilder dabei heraus. Mit jeder klaren Nacht lernst du deine Kamera besser kennen und bekommst ein Gefühl dafür, welche Einstellungen am besten funktionieren. Experimentiere ruhig mit ISO, Belichtungszeit und Bildkomposition – oft entstehen die schönsten Aufnahmen ganz spontan.
Und mein wichtigster Tipp zum Schluss: Vergiss zwischendurch nicht, die Kamera auch einmal zur Seite zu legen. So schön Fotos von Nordlichtern auch sind – die Aurora Borealis mit eigenen Augen zu erleben, ist ein Moment, den kein Bild vollständig einfangen kann
Vorbereitung: Die Kälte nicht unterschätzen
Die Jagd nach Nordlichtern bedeutet oft Geduld – und vor allem Zeit draußen in der Kälte. Viele unterschätzen genau diesen Punkt. Während du auf den perfekten Moment wartest, kann die Kälte schnell unangenehm werden, besonders weil du dich wenig bewegst.
Deshalb ist die richtige Kleidung entscheidend. Mehrere Schichten, Thermounterwäsche, warme Handschuhe und eine gute Mütze sowie ein Schlauchschal sind Pflicht. In extremen Regionen können die Temperaturen sogar bis auf -40 °C fallen.
Mein Tipp, wenn man eine Frostbeule ist: Beheizbare Handschuhe. Sie können ein echter Game-Changer sein.
Nicht nur du selbst solltest geschützt sein, sondern auch deine Ausrüstung. Akkus verlieren bei Kälte schnell an Leistung. Bewahre Ersatzakkus am besten nah am Körper auf, damit sie warm bleiben. Habe am besten auch genügend zuverlässige Reserve-Akkus dabei, falls die Hauptbatterie deiner Kamera den Geist aufgibt. Das passiert nur allzu oft.
Ein heißes Getränk und etwas Geduld machen den Unterschied zwischen einem anstrengenden und einem unvergesslichen Erlebnis.
Apps für die Polarvorhersage
Ein echter Geheimtipp für die Nordlichtsuche sind passende Apps – sie helfen dir, Aktivität vorherzusagen und deine Kamera optimal einzustellen.
Für die Vorhersage von Nordlichtern (Aurora Borealis) gibt es mehrere empfehlenswerte Apps, die Echtzeitdaten, KP-Index-Prognosen und oft auch Wetterinformationen zur Bewölkung bieten.
Hier sind die besten Apps für Android und iOS:
- Hello Aurora: Diese App ist speziell auf die Beobachtung ausgelegt und sehr beliebt. Sie bietet Echtzeit-Vorhersagen und ermöglicht es Nutzern, Sichtungen und Fotos zu teilen.
- My Aurora Forecast & Alerts: Eine der populärsten Apps, die den KP-Index, Sonnenwinddaten (wie Geschwindigkeit und Dichte) sowie eine Karte mit der Position des Polarlicht-Ovals anzeigt.
- Aurora Forecast (von Thienan Studio): Bietet präzise Vorhersagen, interaktive Karten mit optimalen Beobachtungsorten und Sofort-Benachrichtigungen.
- Aurora Alerts: Eine weitere empfehlenswerte App, die besonders durch die Anzeige des wichtigen Bz-Wertes (IMF Bz) bei der Vorhersage hilft.
Wichtige Funktionen der Apps:
Benachrichtigungen: Viele Apps senden eine Push-Nachricht, wenn die Aktivität am Standort zunimmt
KP-Index: Gibt die geomagnetische Aktivität an (Skala 0-9). Je höher, desto weiter südlich sind Polarlichter sichtbar.
Bewölkungs-Vorhersage: Essenziell, da Nordlichter nur bei klarem Himmel sichtbar sind.

